Unterwegs mit der "Grenzenlosen"

Zur Begrüßung und zum Abschied bekommt Heidemarie Kiehl einen Handkuss. Jerzy Fitas pflegt diese charmante Geste, die diesseits der Oder als polnische Höflichkeit gilt. Der Grenzfluss hat die beiden miteinander bekanntgemacht: Fitas ist Fährmann, Kiehl Ortsvorsteherin von Güstebieser Loose im Kreis Märkisch-Oderland, wo die Fähre ab- und anlegt. Diese hat es zu einer gewissen Berühmtheit gebracht, denn sie gilt nach Angaben des Brandenburger Verkehrsministeriums als die einzige Fähre, die Deutschland und Polen miteinander verbindet. Der Name ist das Motto: "Bez Granic", also "Ohne Grenzen".
Die Staatengrenze zwischen Güstebieser Loose und dem polnischen Nachbarn Gozdowice ist an diesem abgeschiedenen Flecken im Oderbruch nordöstlich tatsächlich nicht zu bemerken. Am polnischen Ufer tuckert die Schaufelradfähre los und überwindet die schätzungsweise 250 Meter Fluss in wenigen Minuten. Als die "Grenzenlose" festmacht, steigen alle ein - Es geht zurück nach Polen.

Vollständiger Text/ cały tekst: http://www.svz.de/artikel/article//unterwegs-mit-der-grenzen...
Veröffentlichung/ data publikacji: 15.08.2011