Union der Lohndrücker

Es war eine Premiere: Im April 2010 verlangte die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) von Griechenland erstmals eine 25-prozentige Lohnkürzung im öffentlichen Sektor. Kurz darauf griff die Troika auf ähnliche Weise in Rumänien ein, dieses Mal sogar im privaten Sektor.Und im Dezember 2011 forderte die Troika von Griechenland erstmals die Kürzung des Mindestlohns für den privaten Sektor.
Seit das Thema Löhne in Brüssel von der sozialpolitischen Agenda entsorgt wurde, ist es in den Bereich der gemeinschaftlichen Wirtschaftspolitik verwiesen. Auf dieser Ebene aber lassen die makroökonomischen Zwänge der Union nur noch die Perspektive eines organisierten Lohndumpings zu. Weil im Rahmen des Gemeinschaftsrechts derzeit weder EU-weite Tarifverhandlungen in Sicht sind noch eine Harmonisierung der Löhne nach oben, steht nur eine Option zur Debatte: die Anpassung nach unten.

siehe auch: Ein Mindestlohn für alle EU-Bürger
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Veröffentlichung/ data publikacji: 14.02.2012