Blick über die Oder

Posen: Passionsspiel zeigt Kreuzigung Christi
Mehr als 300 Akteure sind am größten Passionsspiel in Polen beteiligt, das an diesem Sonnabend 20 Uhr auf der Zitadelle (Cytadela) in Posen gezeigt wird. Am vergangenen Sonnabend traten die gleichen Akteure bereits in der Hauptstadt Warschau auf. Der Eintritt ist frei, es wird mit mehr als Zehntausend Zuschauern gerechnet. Auch in zahlreichen kleineren Orten insbesondere im Osten und Süden des Nachbarlandes wird die Kreuzigung Christi eine Woche vor Ostern nachgestellt.

Sulecin (Zielenzig) lädt zum Ostermarkt
Die rund 40 Kilometer östlich von Frankfurt gelegene Kleinstadt Sulecin lädt an diesem Sonntag zum Ostermarkt ein. Nach einem Gottesdienst in der Nikolaikirche wird es gegen 11.30 Uhr eine Prozession mit Osterpalmen durch den Ort geben. Danach beginnt das bunte Treiben, bei dem unter anderem die schönste und die größte Osterpalme gekürt werden.

Zielona Góra (Grünberg): Feuerwehr löscht brennende Wiesen
Zu mehr als 200 Einsätzen wegen brennender Wiesen und Felder mussten die Feuerwehren allein in der Wojewodschaft Lebuser Land am vergangenen Wochenende ausrücken. Obwohl mittlerweile hohe Strafen darauf stehen, gilt das Abbrennen der Wiesen im Frühjahr bei vielen Landwirten des Nachbarlandes noch immer als Tradition. Ökologen verweisen auf die dadurch verursachten Schäden für Pflanzen und Tiere.

Warschau: Zahl der Deutschen gesunken
Die deutsche Minderheit in Polen schrumpft. Das ist ein Ergebnis der Volkszählung im vergangenen Herbst. Dabei bekannten sich 109 000 Menschen zur deutschen Nationalität. Zehn Jahre zuvor waren es noch 153 000 gewesen. Die Zahl der Schlesier stieg dagegen von 173 000 auf 418 000 Menschen. Die zweitgrößte Minderheit bilden die bei Danzig lebenden Kaschuben mit etwa 200 000 Angehörigen.

Bialystok: Skinheads schlagen Armenier nieder
Mehrere Skinheads, die laut Medienberichten der Neonazi-Organisation „Blood and Honour“ angehören, haben einen im ostpolnischen Bialystok lebenden Armenier bei einer Schlägerei lebensgefährlich verletzt. Laut der „Gazeta Wyborcza“ ist der Armenier ein früherer Boxer, der heute als Türsteher arbeitet. Vor einem Jahr sei er schon einmal von Rechten angegriffen worden, habe sich jedoch mit Hilfe anderer Wachschutzleute verteidigen können. Dennoch sei er von einem Gericht wegen Körperverletzung verurteilt worden.

Oswiecim: Zu viele Besucher in Museum Auschwitz
Das Museum im früheren deutschen Nazi-Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau leidet unter zu hohen Besucherzahlen. Mit fast 1,5 Millionen Besuchern jährlich habe sich die Zahl in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht, berichten Medien. Die Museumsleitung denke deshalb inzwischen darüber nach, ob eine Jahresobergrenze eingeführt werden muss. Außer aus Polen kommen die meisten Besucher aus Großbritannien, Italien, Israel und Deutschland.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 27.03.2012