Blick über die Oder

Warschau. Deutschsprachiger Notruf für Touristen
Vom 1. Juni bis 30. September gibt es in Polen wieder einen deutschsprachigen Telefonnotruf für Touristen, die etwa Dokumente verloren haben, medizinische Hilfe benötigen, eine Autopanne oder andere Probleme haben. Die Festnetznummer 0048-22-278 77 77 und die Handy-Hotline 0048-608-599 999 sind außer an Feiertagen täglich von 8 bis 22 Uhr erreichbar. Für den Service werden nur die Tarife des jeweiligen Anbieters fällig, die Beratung ist dann kostenlos.

Gorzów (Landsberg). 100-jähriges Jubiläum eines Stadtparks
Mit einem Happening ist am Wochenende an das 100-jährige Bestehen des Gorzower Stadtparks erinnert worden. Der Park war 1913 im damaligen Landsberg als „Kaiser-Wilhelm-Park“ eingeweiht worden. Seit sozialistischen Zeiten trägt er zwar den offiziellen Namen „Park des Völkerfrühlings“, wird aber im Volksmund eher „Rosen-Park“ genannt. An allen Juni-Sonntagen wird es dort jeweils ab 17 Uhr Konzerte geben.

Stettin. Aufregung um neue Müllgebühren
Eine ab 1. Juli geltende Neuregelung der Müll­entsorgung sorgt seit Wochen für Aufregung im Nachbarland. Da künftig die Kommunen zuständig sind, wurden landesweit sehr unterschiedliche Gebühren und Verfahren festgelegt. Einige Gemeinden haben angekündigt, ganz auf die Mülltrennung verzichten zu wollen, um damit die Kosten zu senken. Medien kritisieren, dass dies nicht im Sinne des Gesetzgebers sein könne. Ärger gibt es auch um die korrekte Personenzahl je Haushalt, weil kürzlich die offizielle Meldepflicht aufgehoben worden war.

Warschau/Minsk. Missbrauch bei Visa-Verfahren
Ein neues Visa-Verfahren, dass es eigentlich Weißrussen erleichtern sollte, sich auf elektronischem Wege Termine bei den polnischen Konsulaten in Grodno, Minsk und Brest zu besorgen, wird offenbar missbraucht. Laut der Zeitung „Gazeta Wyborcza“ buchen Hacker viele Termine, um sie anschließend zu verkaufen. Das eigentliche Visum koste derzeit umgerechnet 60 Euro – dazu kämen jedoch bis zu 200 Dollar für die Hacker. 350 000 Visa vergaben die polnischen Konsulate im vergangenen Jahr in Weißrussland.

Warschau. Forderung nach höherem Elterngeld
Auf „Märschen für das Leben“ haben Zehntausende Menschen am Sonntag in Polen eine Anhebung des Elterngeldes und eine familienfreundlichere Politik gefordert. Zu den Demonstrationen in landesweit rund 100 Städten hatten vor allem katholische Organisationen aufgerufen. Die Kundgebungen sind auch als bewusste Gegenaktion zu den Lesben- und Schwulen-Paraden gedacht, die es seit einigen Jahren gibt.

Slubice. Polizei warnt vor dem „Enkeltrick“
Eine Betrugsmasche, bei der sich angebliche Enkelkinder oder andere „Verwandte“ bei älteren Menschen melden, um diese um Hilfe in finanziellen Notlagen zu bitten, hat derzeit die Grenzstadt Slubice erfasst. Die Zeitung „Gazeta Lubuska“ berichtet über Dutzende Fälle, in denen Gutgläubige das Geld gleich auf Konten der Betrüger überwiesen hätten.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 29.05.2013