Blick über die Oder

Nowy Sacz. Arzt war 175 Stunden am Stück im Dienst
Ein Krankenhausarzt ist in der südostpolnischen Stadt Nowy Sacz länger als eine Woche ununterbrochen auf Station gewesen. Der Neurologe behandelte in einem Bezirkskrankenhaus tagsüber Patienten und leistete nachts Bereitschaftsdienst – insgesamt 175 Stunden lang. Nach Beschwerden von Ärzten über Extrembelastungen hatte die Arbeitsinspektion landesweit mehr als 300 Einrichtungen kontrolliert.

Slubice. Grenzbasar wird um 130 Stände erweitert
Der vor allem von deutschen Kunden besuchte große Basar in der Nähe des Stadions von Slubice wird weiter ausgebaut. Weil die Geschäfte so gut laufen, will der Betreiber – das Slubicer Sportzentrum – bis zum Herbst 130 weitere Stände bauen lassen, berichtet die Zeitung „Gazeta Lubuska“. Allerdings fürchten einige der bisherigen Händler auch eine zunehmende Konkurrenz.

Warschau. Slubicer Politiker jetzt Chef einer Staatsfirma
Der aus dem Grenzort Slubice stammende Politiker Marcin Jablonski leitet ab sofort die Telekommunikationsfirma „Exatel“ in Warschau, bei der es sich um eine Tochter des staatlichen Energieriesen PGE handelt. Der 48-Jährige, der seit 1994 bereits zweimal Vize-Bürgermeister von Slubice war, aber auch Landrat, Chef des Krankenhauses sowie Marschall der Wojewodschaft Lebuser Land; war im März 2013 überraschend zum stellvertretenden Innenminister Polens ernannt worden. Von diesem Posten trat er kürzlich, wie es hieß „aus persönlichen Gründen“, zurück.

Breslau. Postenverlust wegen Nazi-Parolen
Der bisherige Europaabgeordnete Jacek Protasiewicz von Polens liberaler Partei „Bürgerplattform“ darf wegen eines kürzlichen Zwischenfalls am Flughafen in Frankfurt (Main) nicht mehr für das neue Europäische Parlament kandidieren. Zwei deutsche Zöllner hatten den Politiker wegen Beamtenbeleidigung angezeigt, weil dieser sie bei einer Kontrolle mit Naziparolen beschimpft hatte. Protasiewicz wurde deshalb von seiner Partei nicht mehr als Kandidat für die Europawahl am 25. Mai aufgestellt.

Gorzów (Landsberg). Grundschüler malen gegen Hundehaufen
Mit selbstgemalten Plakaten, die sie in ihren Wohngebieten anbringen wollen, setzen sich Schüler einer Grundschule in Gorzów für die Beseitigung von Hundekot ein. Die Hundehalter werden mit Bildern und Sprüchen wie: „Dein Hund, Deine Haufen“ oder „Willst Du saubere Schuhe? Dann räum den Dreck Deines Hundes weg!“ zu mehr Sauberkeit ermahnt.

Stettin. Streit um Porträts von Bürgermeistern
In der Stettiner Stadtverordnetenversammlung hat sich ein bizarrer Streit um das Vorhaben entwickelt, von allen Bürgermeistern seit 1945 Porträtbilder anfertigen zu lassen, die im Rathaus aufgehängt werden sollen. Nachdem drei der noch lebenden Personen bereits erklärten, dass sie nicht einverstanden sind, droht das Projekt zu scheitern. Die Idee stammt vom derzeitigen Bürgermeister Piotr Krzystek, der aber erst nach Ende seiner Amtszeit gemalt werden würde.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 11.03.2014