"Wunsch nach Versöhnung wird verhöhnt"

Dem Bund der Vertriebenen muss man laut Raphael Gross "mit großer Vorsicht begegnen". Der Direktor des Fritz Bauer Instituts kritisiert die Besetzung des Stiftungsrates. Arno Widmann sprach mit ihm.
Um die Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung hat es von Anfang an Streit gegeben. Im Februar dieses Jahres schien er beigelegt, nachdem Erika Steinbach, Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, auf einen Sitz im Stiftungsrat verzichtet hatte. Als Gegenleistung erhielt der Vertriebenenbund sechs statt bisher drei Sitze. Außerdem gab die Bundesregierung ihr Vetorecht bei der Auswahl künftiger Mitglieder auf.
Am 8. Juli ernannte nun der Bundestag die Mitglieder des Stiftungsrats und deren Stellvertreter. Aber auch damit ist der Konflikt nicht beendet. Professor Raphael Gross, Direktor des Fritz Bauer Instituts in Frankfurt und Mitglied im wissenschaftlichen Beraterkreis der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, hat sich die Besetzung des Stiftungsrats genau angesehen - und fand Fragwürdiges.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 22.07.2010