Roma in Berlin "Anpassung ist unausweichlich"

Damit Roma in der Stadt sesshaft werden können, brauchen sie Orientierungshilfen - und vor allem Arbeit, sagt Pavao Hudik, Leiter der neuen mobilen Anlaufstelle für Roma.
Wir dürfen nicht die gleichen Fehler machen wie etwa bei den Flüchtlingen, die jahrzehntelang nicht arbeiten oder zur Schule gehen durften und deren Kinder nun kaum an Arbeit und eigenes Geldverdienen gewöhnt sind.
Ihr Zugang zum Arbeitsmarkt ist schwer: Sie können kein Deutsch, haben Probleme, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen - was können Sie da tun?
Realistisch sein. Die Arbeiten, die sie ausüben können, sind eben Scheibenputzer, Bettler, Musiker. Und das machen sie mit Organisationstalent: Während die älteren Frauen auf die Kinder aufpassen, übernehmen die jüngeren Männer und Frauen das Scheibenputzen, die älteren Männer sind telefonisch miteinander in Kontakt und haben den Überblick, wo sich das Putzen gerade lohnt, damit die Gruppe entsprechend den Platz wechseln kann. Das ist beinahe so etwas wie Marktforschung. Wir gucken, wie man die Abläufe optimieren und die Arbeit so organisieren kann, dass sie keine Gesetze verletzen. Indem zum Beispiel ein Gewerbe angemeldet wird oder der Scheibenputzdienst anderswo platziert wird, etwa an einer Tankstelle.
Hat sich die Haltung gegenüber den Roma verändert?

Vollständiger Text/ cały tekst: http://taz.de/1/berlin/artikel/1/anpassung-ist-unausweichlic...
Veröffentlichung/ data publikacji: 18.08.2010