Gespräch

„Die Entscheidung für den Bau von Atomkraftwerken ist gefallen“

Polens Wirtschaft wächst wie keine andere in Europa. Um die Basis dafür zu sichern, setzt die Regierung auf Kernenergie und Schiefergas. Polens Wirtschaftsminister Pawlak rät jedoch zu Sensibilität im Umgang mit sozialen Spannungen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 07.03.2012

"Die Angst vor Anschlägen bleibt"

Die Ombudsfrau für die Opferangehörigen, Barbara John, über Polizei, Aufklärung und Erinnerung.

taz: Frau John, Sie sind Ombudsfrau für die Angehörigen der Opfer der Zwickauer Neonazi-Terrorzelle: Hätten Sie es noch vor wenigen Monaten für möglich gehalten, dass es eines solchen Postens bedarf?

Barbara John: Nein, natürlich nicht. Und das Schlimme ist ja, dass in all den Jahren niemand dem Verdacht nachging, dass es sich bei dieser Mordserie um rechtsextreme Verbrechen handeln könnte.

taz: Die Polizei sagt: Wir haben in alle Richtungen ermittelt.

Veröffenlichung/ data publikacji: 08.02.2012

"Das Land stürzt in eine Depression"

Die Mehrheit der Griechen macht das Ausland für die Probleme des Landes verantwortlich. Nötig wären heimische Reformbewegungen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 04.02.2012

Vom Trauma, Opfer zu sein

Seit ihrem späten Debüt "Träume und Steine" (1995) zählt Magdalena Tulli, promovierte Biologin Jahrgang 1955, zu den wichtigsten Stimmen der polnischen Gegenwartsliteratur. Die meisten ihrer Romane liegen auf Deutsch vor. In ihrem neuesten Werk nähert sie sich erstmals schreibend ihrer Familie: dem italienischen Vater, der sich in der Zeit des Stalinismus in eine Holocaust-Überlebende verliebte und für sie nach Polen zog. Gerhard Gnauck sprach mit Tulli in ihrer Heimatstadt Warschau.

Veröffenlichung/ data publikacji: 27.01.2012

"Perfide Mordlogik"

Der Historiker und Holocaust-Spezialist Michael Wildt erklärt, warum sich die Schreibtischtäter der Wannseekonferenz vor 70 Jahren moralisch im Recht fühlten.

Veröffenlichung/ data publikacji: 20.01.2012

»Schwule und Lesben als ›moderne Juden‹«

Trotz einiger rechtsstaatlicher Fortschritte ist Homophobie im konservativen Polen immer noch stark verbreitet. Über den politischen und gesellschaftlichen Umgang mit dem Problem sprach Jungle World mit Greg Czernecki. Er arbeitet für die Kampagne gegen Homophobie (KPH) in Warschau, eine nationale Organisation für die Rechte von LGBT (»Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexual«). Unter anderem koordiniert Czernecki dort das Projekt »Monitoring der LGBT-Diskriminierung in Polen«, das sich auf Medienauswertung und die Lobbyarbeit für eine Gesetzesreform konzen­triert.

Veröffenlichung/ data publikacji: 19.01.2012

„Künstler sagen leichter die Wahrheit“

Artur Zmijewski, Leiter der Berlin-Biennale, über die Politisierung der Kunst und die Angst der Deutschen vor ihrer Geschichte (Jg. 66) aus Warschau leitet die 7. Berlin-Biennale.

Veröffenlichung/ data publikacji: 18.01.2012

"Auch heute ist es noch schwer"

Manfred Böhmer lebt in Osnabrück und vertritt als Vorsitzender des Niedersächsischen Verbandes Deutscher Sinti die Interessen von 12.000 Sinti. Er sitzt mit seinem Sohn Romano im Büro der Beratungsstelle für Sinti und Roma in Hannover. Der Vater spricht über Auschwitz, der Sohn über Diskriminierung bei der Arbeit und beim Sport.

Veröffenlichung/ data publikacji: 19.12.2011

„Ich wurde für die Wahrheit verurteilt“

Andrzej Poczobut ist Weißrusslandreporter der polnischen Zeitung „Gazeta Wyborcza“. Wegen kritischer Berichte wurde er festgenommen und zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Er wird trotz der Repressalien nicht schweigen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 11.08.2011

"Eine tragische Gestalt"

Wladyslaw Bartoszewski kannte Jan Karski seit 1942 und ist ihm bis zu dessen Tod im Jahr 2000 immer wieder begegnet. Eine Erinnerung

Veröffenlichung/ data publikacji: 26.02.2011
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