EURO 2012

Immer noch gekränkte Polen

Die Polen hatten es nie leicht. Erst die Deutschen und die Russen. Dann wieder die Russen und die Deutschen, zwischendrin noch die Ösis mit ihrer Monarchie. Später mussten die Polen schlimme Witze ertragen ("Woran merkt man, dass die Polen schon im Weltall waren? Am Großen Wagen fehlen die Räder"). Schließlich nahm sich eine deutsche Satireseite die Frechheit heraus, den polnischen Premier als Kartoffel zu bezeichnen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 13.06.2012

Rasizm na Euro. Jest, czy go nie ma?

Zupełnie innych słów Olisadebe użył kilka dni później w rozmowie z CNN. Zapytany przez Toma McGowana o problem rasizmu w piłce, przyznał, że w Polsce został nim dotknięty osobiście. - To było dla mnie naprawdę ciężkie. Nigdy wcześniej czegoś takiego nie przeżyłem. Inni czarni zawodnicy też doświadczyli tego samego - opowiadał czarnoskóry zawodnik.

Veröffenlichung/ data publikacji: 12.06.2012

Der Sieg ist Nebensache

Als gebürtiger Warschauer und verliebt in meine Stadt, war ich am Tag des Eröffnungsspiels der EM 2012 sehr frustriert. Noch vor ein paar Jahren hätte ich wetten können, dass so ein großes Event nie in meinem Leben in Polen stattfinden könnte. Aber es kam - und ich war nicht dabei. Noch vor dem Spiel Polen - Griechenland habe ich die Facebookposts von meinen Freunden gelesen: "Die ganze Stadt ist eine EM-Fiesta", "Polskaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa! In Warschau gibt's eine kosmische Atmosphäre! Unheimlich!", "Ich bin BEWEGT, GLÜCKLICH UND STOLZ. Wunderschön! Wunderbar!

Veröffenlichung/ data publikacji: 12.06.2012

Die Russen sind da

Für den Ko-Gastgeber ist es das Spiel der Spiele: Am Dienstagabend um Viertel vor neun im Nationalstadion von Warschau, Polen gegen Russland. Nach dem 1:1 im Auftaktspiel gegen Griechenland ist diese Begegnung für Polen schon aus sportlichen Gründen immens wichtig. Politisch und historisch gesehen, ist ohnehin kein anderes Spiel dieser Fußballeuropameisterschaft so aufgeladen wie dieses.

Veröffenlichung/ data publikacji: 12.06.2012

Kurze Schockstarre und trotzige Kampfparolen

Zehntausende verfolgen in Warschau das Eröffnungsspiel ihrer Elf. Sie geben sie nicht verloren - trotz schwacher zweiter Hälfte.

Veröffenlichung/ data publikacji: 11.06.2012

Hallo, Herr Löw, wir sind Ihre Nachbarn!

Wie die Polen den Besuch der deutschen Nationalmannschaft erleben. Eine Reportage aus dem ländlichen Idyll rund um das Teamquartier "Dwor Oliwski"

Veröffenlichung/ data publikacji: 10.06.2012

Die schwere Last der Vergangenheit

Als immer mehr Politiker in Westeuropa mit dem Boykott der Fußballeuropameisterschaft in der Ukraine drohten, brach der Regierung in Polens Hauptstadt Warschau der Angstschweiß aus. Immerhin organisierten sie mit den Ukrainern die EM. Fünf Jahre hatte man alle Kraft und viel Geld in das Prestigeprojekt gesteckt. Nun sollte es kurz vor der Premiere vom politischen Spielplan gestrichen werden?

Veröffenlichung/ data publikacji: 09.06.2012

Auf der Standspur

Am Übergang Korczowa/Krakowez leiden Händler unter der schleppenden Abfertigung - trotz zweier neuer Trassen.
Der Holländer schüttelt ungläubig den Kopf. Sein graues Haar ist zerzaust, in der Hand hält er den orangefarbenen Löwen, das Maskottchen der Nationalmannschaft. Seine Freundin auf dem Beifahrersitz lächelt. Soeben haben beide mit ihrem Wohnwagen die polnisch-ukrainische Grenze passiert. Alles hat nur fünfzehn Minuten gedauert.

Veröffenlichung/ data publikacji: 09.06.2012

Mitten durch die EM verläuft eine moralische Mauer

Eine politische Wahl für Osteuropa: So hat Uefa-Präsident Michel Platini bei der EM-Vergabe im Jahr 2007 die Vergabe an Polen und die Ukraine gepriesen. Umso armseliger wirkt es, wenn er nun so tut, als ginge ihn die politische Verantwortung des Fußballs nichts an. Wenn es brisant wird, zieht sich die Uefa in ihr sportautonomes Schneckenhäuschen zurück - und wartet, bis das Geld fließt.

Veröffenlichung/ data publikacji: 08.06.2012

Die Mannschaft, die aus der Tiefe kam

Ohne Fußball wäre die Revolution in Polen anders verlaufen. Noch heute spielt Donald Tusk so aggressiv wie eh und je, Jan Krzysztof Bielecki hält ihm als Libero den Rücken frei, und rechter Verteidiger ist der liberale Janusz Lewandowski.

Veröffenlichung/ data publikacji: 08.06.2012