Warschau

Das falsche Grab der Anna Walentynowicz

Zweieinhalb Jahre nach dem Absturz der polnischen Präsidentenmaschine im russischen Smolensk wurden zwei Opfer neu obduziert. Das überraschende Ergebnis gibt alten Verschwörungstheorien neuen Nährstoff.

Veröffenlichung/ data publikacji: 28.09.2012

Blick über die Oder

Warschau: Fünf Tote durch tschechischen Schnaps
Nach dem Genuss von mit giftigem Methanol gepanschten Schnaps aus Tschechien sind inzwischen auch in Polen fünf Menschen gestorben. Da in Tschechien selbst bereits mindestens 20 Todesopfer zu beklagen sind, hat Polens Regierung die Einfuhr von Alkohol aus dem Nachbarland jetzt offiziell verboten. Die Zeitung „Fakt“ berichtet jedoch, dass man in Polen dennoch vielerorts Alkohol unbekannter Herkunft kaufen könne.

Warschau: Sympathie für die USA nimmt ab

Veröffenlichung/ data publikacji: 18.09.2012

Blick über die Oder

Zielona Góra feiert die Weinlese
Das größte und zugleich traditionellste Weinfest Polens, die Weinlese (Winobranie), wird derzeit in Zielona Góra gefeiert. Die Altstadt hat sich dafür in eine riesige Festmeile verwandelt. Bis zum Sonntag gibt es täglich ein großes Kulturprogramm und man kann neben Trauben und Wein auch handwerkliche und künstlerische Produkte kaufen. Im früheren Grünberg wurde seit dem 13. Jahrhundert Wein angebaut. Am Sonnabend wird ab 12 Uhr ein großer Umzug durch die Stadt von Weingott Bacchus angeführt.

Warschau: Weichsel-Pegel extrem niedrig

Veröffenlichung/ data publikacji: 14.09.2012

Auf Straßen, die es nur in Träumen gibt

Wer war früher, wo wir jetzt sind? Mit dem Festival "Singers Warschau" entdeckt Polen sein jüdisches Erbe.
Die Sonne geht unter über Warschau. Irgendwo in der Ferne braust der Straßenverkehr. Aber hier, wo sich eine kleine Menschenmenge versammelt hat, herrscht andächtiges Schweigen. Der einstige jüdische Friedhof im Stadtteil Brodno wirkt ungepflegt, wie ein natürliches Stück Wald in der Großstadt; die Birken haben ihn sich zurückerobert. Zwischen den Bäumen hin und wieder Grabsteine. Mal einzeln stehend, mal von unsichtbarer Hand zu Dutzenden zusammengeschoben, wie große Dominosteine.

Veröffenlichung/ data publikacji: 31.08.2012

Blick über die Oder

Warschau: Magerste Bilanz bei Olympia seit 1956
In Polen ist die Resonanz auf das Abschneiden der eigenen Sportler bei den Olympischen Spielen in London noch negativer als bei uns. Mit insgesamt zehn Medaillen, darunter nur zwei goldenen, und Platz 30 in der Länderwertung schnitten die Nachbarn so schlecht ab, wie noch nie seit 1956. Experten raten, sich stärker auf die Förderung erfolgversprechender Disziplinen zu konzentrieren.

Czestochowa (Tschenstochau). Morgen ist Feiertag Mariä Himmelfahrt

Veröffenlichung/ data publikacji: 14.08.2012

Blick über die Oder

Leba. Badeort verschenkt Ostsee-Sand
Einen Anhänger voll feinstem Ostsee-Sand können Urlauber aus dem polnischen Leba mitnehmen. Der Badeort verschenkt seinen Sand im großen Stil, denn er hat reichlich davon. Starke Winde und Wellen bringen regelmäßig Nachschub für seinen Strand. Selbst wenn das Angebot reichlich genutzt werden sollte, braucht Leba keinen Mangel an Sand zu befürchten. In der Nähe der Stadt türmen sich fast 50 Meter hohe Wanderdünen auf.

Pszczew (Betsche). Herabfallender Ast erschlägt Mädchen

Veröffenlichung/ data publikacji: 07.08.2012

Auf Korczaks Spuren

Ich liebe die Weichsel bei Warschau, und ich habe brennendes Heimweh nach Warschau, wenn ich fern von ihm bin«, notiert Janusz Korczak im Mai 1942 in sein Tagebuch aus dem Warschauer Ghetto 1942. Es ist Nacht und Polen schon seit drei Jahren von den Deutschen besetzt. Henryk Goldszmit, wie der »alte Doktor« eigentlich heißt, lauscht auf den Atem von rund 200 jüdischen Waisenkindern. Mitte der 30er-Jahre wollte der berühmte Kinderarzt und Pädagoge Polen verlassen, fuhr zwei Mal nach Palästina, arbeitete in einem Kibbuz – und kam zurück.

Veröffenlichung/ data publikacji: 02.08.2012

Blick über die Oder

Warschau: Reichster Pole hat Milliardenvermögen
Mit einem Firmen- und Privatvermögen von 9,7 Milliarden Zloty (in etwa 2,3 Milliarden Euro) ist der Unternehmer Jan Kulczyk der derzeit reichste Pole. Das geht aus einem Ranking der Wochenzeitung „Wprost“ hervor. Der heute 62-jährige hatte bereits 1981 eine der ersten Privatfirmen mit Auslandsgeschäften im damals noch sozialistischen Polen gegründet. Heute ist er an weltweiten Energiegeschäften beteiligt, aber auch an der Firma Autostrada Wielkopolska, die den Bahn der Autobahn von Frankfurt (Oder) nach Posen mitfinanzierte.

Veröffenlichung/ data publikacji: 26.06.2012

Boomende Metropole

Vor über zwanzig Jahren hat Polen sein politisches und wirtschaftliches System grundlegend verändert. Verändert hat sich auch das Bauwesen. Ein Blick auf Warschau zeigt: Architektonisch hat man den Anschluss an Europa bereits gefunden. Defizite bestehen im Städtebau und in der Pflege des öffentlichen Raums.

Veröffenlichung/ data publikacji: 18.06.2012