Die gierigen Helfer der Räuber

NS-GESCHICHTE "Gute Geschäfte" machten deutsche Kunsthändler mit den enteigneten Beständen ihrer jüdischen Kollegen. Das Aktive Museum beleuchtet in der gleichnamigen Schau im Centrum Judaicum den Berliner Kunsthandel von 1933 bis 1945 und darüber hinaus. "Gute Geschäfte. Kunsthandel in Berlin 1933 bis 1945"
In der Schau ist nicht nur zu sehen, "wer von der NS-Politik aktiv profitiert hat, sondern auch in welchem großen Maß es gelang, mit unlauteren Mitteln sich Vorteile zu verschaffen", betont Fischer-Defoy. Kunsthändler rissen sich Sammlungen in Gänze unter den Nagel. Geraubte wie angekaufte Werke niederländischer, deutscher oder italienischer Maler wanderten ins Projekt Führermuseum Linz. Die jüdischen Besitzer mussten oft eilig und zu Schleuderpreisen verkaufen. Ihre Kunstwerke, Münzen, Bücher, Möbel, Antiquitäten, Teppiche, Haushaltsgegenstände wurden auf Auktionen hochpreisig an neue deutsche Käuferschichten versteigert.
Kunsthändler, Versteigerungshaus, Spediteure, Hehler - alle machten ihren Schnitt. So listet "Gute Geschäfte" eine Tabelle der NS-Finanzbehörde auf, wonach vom Berliner Auktionshaus Hans W. Lange allein 16.558 Kunstwerke bis 1945 versteigert wurden.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 12.04.2011