Abenteuer tief im Osten

Es war ein wenig übertrieben, was Alexander Daniljuk in seinem Blog verfasst hatte. Daniljuk ist der Koordinator der ukrainischen Initiative "Gemeinsame Sache" - das regierungskritische Bündnis prangert ganz offen die Zustände im Land an. Daniljuk jedenfalls war im Selbstversuch von der Hauptstadt Kiew nach Charkow und weiter nach Donezk gefahren, die sogenannte EM-Trasse also, die drei der vier ukrainischen Austragungsorte der Europameisterschaft verbindet. Es war, nun ja, eine recht holprige Angelegenheit. Daniljuk schrieb von Schlaglöchern, die so groß waren, "dass du die Reifen darin verlieren kannst". Und von Bauarbeiten, die ewig langsam vorangingen. "Und dafür wurden 15 Milliarden Dollar aus dem Haushalt bezahlt?"
99 Tage sind es bis zum Beginn der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli). "Wir werden bereit sein", sagen die Verantwortlichen in Polen, den ähnlichen Duktus mühen die Oberen in der Ukraine. Das mag vordergründig stimmen. Die acht Stadien sind fertig, gestern wurde die Arena in Warschau mit dem Länderspiel Polen gegen Portugal eingeweiht, wenn auch mit etlichen Monaten Verzögerung.

Vollständiger Text/ cały tekst: http://www.welt.de/print/die_welt/sport/article13896680/Aben...
Veröffentlichung/ data publikacji: 01.03.2012