Niedersorbische Sprachschule - Veranstaltungen im Mai

Sorbisch (Wendisch) von Anfang an
Sprachkurs in Jänschwalde
Ein Sprachkurs für Neueinsteiger startet in Jänschwalde im Heimatmuseum noch im Mai. Der Kurs beginnt am 5.05.09 und findet 6mal, jeweils von 19:00 – 20:30 Uhr statt. Die Teilnehmer lernen Grundlagen der Aussprache und den Alltagswortschatz. Weitere Informationen bei der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur Cottbus unter 0355– 79 28 29.

Was jeder Fotograf wissen sollte - eine Diskussionswerkstatt mit Bildbeispielen
Die Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur Cottbus lädt zu einer Fotografiewerkstatt mit dem Fotografen Erich Schutt ein. Erich Schutt hat über 55 Jahre als Bildjournalist in der Lausitz gearbeitet. Er ist u. a. Autor eines Mini-Bildbandes über den Spreewald sowie zahlreicher Bildbände über Cottbus, Lausitz, Spreewald, Pückler-Park und die Kohleenergiewirtschaft. Über 25 Jahre hat er am Sorbischen Heimatkalender gearbeitet und die Niederlausitz ins Bild gesetzt.

Teil 1 Allgemeine Bildgestaltung am Mittwoch, dem 06.05.09 von 17:00–18:30 Uhr. Vorder-, Mittel, Hintergrund; der goldene Schnitt; Schärfe und Unschärfe als Ausdrucksmittel.

Teil 2 Das journalistische Foto – Pressefoto am Mittwoch, dem 13.05.09 von 17:00–18:30 Uhr. Aufmachungs- und Illustrationsfoto für Tages- und Wochenzeitung; Porträts. Eigene Fotos können zur Bilddiskussion mitgebracht werden.

Ein weiterer Termin als Exkursion mit der eigenen Kamera wird bei Interesse der Teilnehmer stattfinden.

Anmeldung bei der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur Cottbus, Sielower Str. 37 (Ecke Pestalozzistr.) unter 0355– 79 28 29 oder per Mail: Niedersorbische_Sprachschule@t-online.de

Wendisch am Dissener Backofen. Ihre hohe Wertschätzung des Brotes bringen die Wenden schon in der Bezeichnung „Bóžy klěb“ (Gottes Brot) zum Ausdruck. Jeder frische Brotlaib wird vor dem Anschneiden noch heute bekreuzt. Der Ethnograf Schneeweis berichtet „Brot war auch im Hochzeitsritual wichtig, z. B. wickelte die Mutter der Braut einige trockene Brotschnitten in ein Tuch, und dieses Brot ging mit zur Trauung …“ oder „Damit ein Kind bald Zähne bekommt und später nicht an Zahnschmerzen leidet, gibt man ihm geriebenes Brot vom Hochzeitstisch eines unbescholtenen Brautpaares zu essen ...“. Brot – die weit verbreitete Ernährungsgrundlage der Menschen auf der ganzen Welt – wird aus Mehl, Wasser, Salz und Hefe zubereitet. Vermischt und geknetet, muss der Teig erst gehen, ehe daraus ein Brotlaib geformt wird. Ganz gleich, ob es ein großes oder kleines, rundes oder langes Brot ist, knusprig und wohlschmeckend muss es sein. Da gibt es noch viele andere Zutaten, die den Geschmack verfeinern: Milch, Öl oder Eier, Kartoffeln, Speck oder Zwiebeln, Kräuter und Gewürze. Heutzutage gibt es eine breite Palette verschiedener Brotsorten. Wer aber einmal den Teig mit eigenen Händen geknetet und gebacken hat, weiß, welcher Genuss es ist, dieses anzuschneiden und zu essen. Backen Sie Ihr Brot nach alten bewährten Dorfrezepten mit uns zusammen.

Die Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur Cottbus lädt zum Brotbacken mit Marianne Worrack aus Dissen am Donnerstag, dem 07.05.09 von 14:00–17:00 Uhr ein. Die Veranstaltung verläuft ausschließlich in wendischer Sprache! Teilnahme - nur mit vorheriger Anmeldung in der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur Cottbus unter 0355 – 79 28 29.

Pójsynoga in Drachhausen. Am Donnerstag, dem 14.05. um 14:30 Uhr lädt die pójsynoga zu einer wendischen Runde in das Sportlerheim in Drachhausen ein. Diesmal geht es um den Frühling, die Arbeiten auf dem Hof und Feld und wendische Traditionen, die damit verbunden sind. Aus organisatorischen Gründen bitte unbedingt in der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur anmelden unter 0355 – 79 28 29.

Stickkunst in Weiß. Wir sticken Monogramme und florale Motive, Schnupperkurs. Die Weißstickerei …“diente früher nicht nur der Verzierung, sondern vor allem der Kennzeichnung der eigenen Wäschestücke.“…„Die verwendeten Muster zeigen fast ausschließlich pflanzliche Motive, wobei diese auf die verschiedenartigste Weise auf den Tüchern angeordnet sind.“ (Sorbische Stickereien, Lotar Balke, Domowina-Verlag GmbH, Bautzen 2006, S. 44 ff.). Dieser Kurs findet im Rahmen der Ausstellung „Gestickte Mädchenträume“ im Spreewald-Museum Lübbenau/Lehde statt.
Termin: Sonnabend, 16.05.09
Dauer 2 x 3 U.-Std., 11:00–16:00 Uhr
Dozentin Carola Geppert
Anmeldung bei der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur Cottbus unter 0355– 79 28 29.

Sächsische Post im 18. Jh. Dresden–Warschau. Am Sonntag, dem 17.05.09 um 13:00 Uhr wird in Żary, der Hauptstadt der Ost-Niederlausitz, eine feierliche Eröffnung der ehemaligen Haltestelle der Sächsischen Post, am Markt 17 stattfinden. Die Postkutsche legte damals die Strecke von Dresden über Żary nach Warschau zurück. Nach der offiziellen Veranstaltung werden Kutschfahrten angeboten, traditionelle Handwerkserzeugnisse werden vorgestellt.

Wendische Kahnfahrt in Schlepzig (Slopišća). Die Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur Cottbus lädt zu einer wendischen Kahnfahrt in Schlepzig ein. Am Dienstag, dem 26.05. organisiert sie eine Fahrt mit dem Bus, der die wendische Bevölkerung aus den umliegenden Orten nach Schlepzig mitnimmt. Dort geht es auf den Wasserwegen weiter. Die Abfahrtszeiten in den Orten werden individuell bekannt gegeben. Anmeldung bis 24.04.09. Die Veranstaltung verläuft ausschließlich in wendischer Sprache!

Exkurs in die polnische Niederlausitz. Am Freitag, dem 29.05.09 lädt die Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur Cottbus zu einem Exkurs über die Oder ein. Zwei Vorträge, die im Sorbischen Internat in der Sielower Str. 39 stattfinden, bietet sie an: über die Spuren der wendischen Sprache und Kultur um Lubsko und über die moderne Kleinstadt Żary. Sie finden im Sorbischen Internat in der Sielower Str. 39 statt.

1.Wendische Trachten aus der „Vergessenen Lausitz” von 17:00 – 18:30 Uhr. Vortrag mit Agnieszka Łachowska aus Głogów (Glogau). Heute liegt die Ost-Niederlausitz in Polen, bis 1945 gehörte sie zu Deutschland. Auf ihrem historischen Territorium hat sich bis in die Gegenwart unikales Kulturerbe bewahrt. In der Nähe von Sommerfeld (Lubsko), Sorau (Żary), Crossen (Krosno Odrzańskie), Gubin (Gubin) haben die Wenden Spuren ihrer eigenen ethnischen Identität hinterlassen. Dieses ethnografische Phänomen überdauerte insbesondere in diesen Dörfern, wo die wendischen Wurzeln noch bis zum Anfang des XX. Jh. sehr stark vorhanden waren. Dies bezeugen verschiedene Quellen. Ein besonderes Beispiel der Volkstümlichkeit dieser Ethnie ist die sog. „wendische Ecke“ – drei Dörfer nördlich von Lubsko (Sommerfeld).
Auf dem gesamten Territorium der Ost-Niederlausitz widerspiegelten Bräuche und Sitten, ständig von der wendischen Tracht begleitet, eine lebendige Komponente ihrer Kultur. Die innewohnende Zusammengehörigkeit wird in der Pflege der wendischen Sprache, in den Orts-, Personen- und Familiennamen deutlich.
Im multimedialen Vortrag werden archivale Fotografien, begleitet von der Charakteristik der vergessenen Trachtenvarianten, präsentiert. Die Referentin stellt das Brauchtum im Jahresverlauf und in der Familie vor. Indem sie sich dieser Problematik annimmt, möchte sie zum Dokumentieren der Vergangenheit und zum Kulturdialog zwischen den Sorben (Wenden), Polen und Deutschen beitragen.

2. Żary – Die Hauptstadt der Ost-Niederlausitz von 19:00–20:30 Uhr
Ein Exkurs von der Vergangenheit bis in die Gegenwart in die Stadt Żary. Eine multimediale Präsentation mit einem deutschsprachigen Vortrag mit Ireneusz Brzeziński, dem Wirtschaftsdezernenten aus Żary (Sorau).

Anmeldung bei der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur Cottbus unter 0355– 79 28 29.

Vollständiger Text/ cały tekst:
Veröffentlichung/ data publikacji: 17.04.2009