Typisch DDR

Der "Freitag" widmet sich in mehreren Folgen den ­Ereignissen, die zur deutschen Einheit führten. Der Auftakt der Reihe: Die gefälschten Kommunalwahlen im Mai 1989.

Schon immer hatte es in der DDR Einzelne gegeben, die bei den permanent manipulierten Wahlen ihre Stimmabgabe verweigerten. Aufrufe zum Wahlboykott und zur Kontrolle der Stimmenauszählung, wie sie im Frühjahr 1989 veröffentlicht wurden, waren jedoch neu. „Wir wollen in einer Gesellschaft leben, die sich den innen- und außenpolitischen Herausforderungen stellt und den Bürgern Mitwirkung auf allen Ebenen gesellschaftlichen Lebens ermöglicht. Dazu gehört, dass unterschiedliche politische Haltungen geäußert, ausgehalten und politisch wirksam werden können“. So lautete Kernsatz einer am 16. April 1989 verfassten Erklärung von 48 Oppositionellen aus zehn verschiedenen Gruppen der DDR, die damit begründeten, warum sie sich an den für den 7. Mai anberaumten Kommunalwahlen nicht beteiligen würden und darin auch andere dazu aufriefen, sich durch Verweigerung zu wehren.

Vollständiger Text/ cały tekst: http://www.freitag.de/politik/0917-ddr-wende-mauerfall-kommu...
Veröffentlichung/ data publikacji: 23.04.2009