Eine späte Anerkennung

Henry Sussman kam mit dem Leben davon, aber er verlor, was ihm niemand wiedergeben kann. „Ich hatte keine Kindheit. Ich kannte weder die Namen von Blumen und Bäumen. Ich habe nur gelernt zu überleben.“ Dreizehn Jahre alt war Henry Sussman, der heute in Rehovot bei Tel Aviv lebt, als er Ende 1943 nach Theresienstadt kam. Dort arbeitete der Junge aus Wien in der Tischlerwerkstatt, bis das Getto 1945 befreit wurde. Sechzehn Jahre war er alt, als er wieder in die Schule durfte – im Alter von sechs Jahren hatten ihn die Nazis in Österreich aus der ersten Klasse geworfen, weil er Jude war. Für die Zeit, die er im Getto von Theresienstadt bis zu 16 Stunden am Tag arbeiten musste, statt Mathematik oder Geschichte zu lernen, hofft Sussman nun endlich eine kleine Rente zu erhalten.

Vollständiger Text/ cały tekst: http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc...
Veröffentlichung/ data publikacji: 02.06.2009