Polnische Ängste

Die Erinnerung an den Sommer des Jahres 1941 ist in Polen immer noch gegenwärtig. Der Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22. Juni bedeutete den Fall Ostpolens unter die NS-Vernichtungspolitik. Wenige Tage später, am 10. Juli, verbrannte Polen 300 bis 400 Juden in Jedwabne.

Dass es sich bei dem Massaker nicht um einen Einzelfall handelte und die Pogrome – trotz offensichtlicher deutscher Duldung – nur aus tiefsitzendem Antisemitismus erklärt werden können, hat vor acht Jahren der polnisch-amerikanische Soziologe Jan Tomasz Gross dargestellt. Sein Buch „Nachbarn“ provozierte eine leidenschaftliche Debatte. Der damalige Staatspräsident Aleksander Kwasniewski gedachte zwar während einer Gedenkfeier der Opfer von Jedwabne, die Bewohner des Ortes aber boykottierten den Akt und Priester ließen aus Protest die Glocken läuten.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 16.01.2008