Andreas Mix

Eine DHM-Ausstellung über das konfliktreiche Verhältnis zwischen Deutschen und Polen

Die Geschichte ist ein Minenfeld in den deutsch-polnischen Beziehungen. Jeder verdrehte Begriff, jeder geschmacklose Witz, jeder schiefe Vergleich hat das Potenzial, mediale Hysterie und scharfe politische Reaktionen auszulösen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 10.06.2009

Eine Regierung aus Verfolgten und Verfolgern

Es sollte eine Wahl sein, doch es wurde ein Plebiszit. Die Polen, die am 4. Juni 1989 erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in einer halbfreien Wahl die Parlamentsabgeordneten bestimmten, hielten ein Scherbengericht über 45 Jahre Volksrepublik ab. Spielend gewann die Opposition fast alle Mandate. Mit einer solchen Abfuhr hatten die Machthaber nicht gerechnet, aber auch die Sieger waren von ihrem Triumph überrascht.

Veröffenlichung/ data publikacji: 06.06.2009

Eine Germanisierungsphantasie

"Wartopia": eine denkwürdige Ausstellung in Berlin über Hitlers "neue deutsche Stadt Warschau"

Veröffenlichung/ data publikacji: 26.01.2009

Ein neues Buch über Polen

Wenn Politiker für Bücher werben, dann schlagen sie oft hohe Töne an. So auch im Fall der Edition „Die Deutschen und ihre Nachbarn“. Die schmalen Bändchen, die zugleich politische Landeskunde und historisches Brevier sein sollen, werden von ihren Herausgebern, Ex-Kanzler Helmut Schmidt und Altbundespräsident Richard von Weizsäcker, mit staatstragendem Pathos als Beitrag zur europäischen Verständigung angepriesen. Das bürdet den Autoren Ansprüche auf, die nur schwer einzulösen sind.

Veröffenlichung/ data publikacji: 13.11.2008

Polnische Politikneurosen

Als die Regierung Jaroslaw Kaczynskis im vergangenen Oktober abgewählt wurde, war die Erleichterung groß. In der zweijährigen Doppelherrschaft der Zwillinge - Jaroslaw war Premier und Lech ist noch immer Präsident - taumelten die deutsch-polnischen Beziehungen von einem Tiefpunkt zum nächsten. Ob Ostseepipeline, Vertriebenenzentrum oder taz-Satiren - was vom westlichen Nachbarn kam, löste in Warschau regelmäßig Empörung aus.

Veröffenlichung/ data publikacji: 06.11.2008

Aufbruch in bleierner Zeit

Vor 30 Jahren wurde Karol Wojtyla zum Papst gewählt. Damit begann der Anfang vom Ende des Ostblocks

Veröffenlichung/ data publikacji: 16.10.2008

Die Henker von Wola

Die deutsche Justiz soll eine Reihe von Personen vor Gericht bringen, die mutmaßlich an Verbrechen während des Warschauer Aufstands im Sommer 1944 beteiligt waren. Das fordert Janusz Kurtyka, der Leiter des polnischen Instituts des Nationalen Gedenkens. Es wäre vermutlich der letzte Versuch, diese NS-Verbrechen in der Bundesrepublik strafrechtlich zu ahnden.

Veröffenlichung/ data publikacji: 05.07.2008

Immer Ärger mit Bolek

Nun ist das Buch endlich erschienen, über das Polen seit Wochen spricht: "Der Sicherheitsdienst und Lech Walesa. Ein Beitrag zur Biografie". Geschrieben haben es die jungen Historiker Slawomir Cenckiewicz und Piotr Gontarczyk vom Institut des Nationalen Gedenkens (IPN). Sie werfen dem Solidarnosc-Gründer und Friedensnobelpreisträger vor, Anfang der 70er-Jahre unter dem Decknamen "Bolek" für den kommunistischen Sicherheitsdienst Kollegen aus der Leninwerft bespitzelt zu haben. Walesa bestreitet vehement, IM "Bolek" zu sein, und bezeichnet die Dokumente als Fälschung.

Veröffenlichung/ data publikacji: 27.06.2008

Wüste Polemik, infame Attacken

Wenn Historiker öffentlich streiten, geht es nicht um Deutungen der Vergangenheit, sondern um Konflikte der Gegenwart. Das gilt auch für die Kontroverse, die seit einigen Wochen durch die polnischen Medien wogt. Ausgelöst hat sie der Historiker Bogdan Musial, der hierzulande als Kritiker der ersten Wehrmachtsausstellung bekannt wurde.

Veröffenlichung/ data publikacji: 12.06.2008

Kein Neuanfang in Polen

Nicht nur in Berlin, Paris und Chicago, auch in Warschau gingen 1968 die Studenten auf die Straße. Die Studentenproteste von 1968 stehen in Polen jedoch nicht für einen gesellschaftlichen Aufbruch, sondern für eines der schändlichsten Kapitel der Volksrepublik. Die Staatsmacht nutzte die Demonstrationen, um eine Kampagne gegen Juden und Intellektuelle zu entfachen. Fast alle polnischen Juden mussten daraufhin das Land verlassen. Die Erinnerung an den Exodus lastet bis heute auf der Gesellschaft.

Veröffenlichung/ data publikacji: 10.03.2008