Michael Hardt

"Nicht alle linken Perspektiven sind gut"

Herr Hardt, die Europäische Union steht nun nicht mehr bloß vor einer Währungs- und Finanzkrise, sondern auch vor einer politischen Krise. Wie sehen Sie das, was gerade in der EU passiert, von den USA aus?
Michael Hardt: Die Regierungen tun so, als säßen wir alle auf der "Titanic" und als hätten wir keine andere Chance, als das technokratische Diktat zu befolgen.
Technokratie bedeutet, dass auch die repräsentative Demokratie in die Krise geraten ist?
Ja. Aus der Perspektive der Bewegungen hingegen scheint das eine exzellente Zeit für Aktivismus.

Veröffenlichung/ data publikacji: 17.12.2011