Die polnischen Versager

Zwei Männer in Berlin und ihre ganz eigene Sicht auf Erfolg und Scheitern. Adam Gusowski und Pjotr Mordel arbeiten seit fast 15 Jahren ehrenamtlich für den Club der polnischen Versager.
Adam Gusowski hätte sich nicht ins Tor stellen sollen. Es war ein Spiel seiner Mannschaft Schokomotive Mitte, die in der Kneipenliga spielt, wie er es nennt, und Schokomotive war der Torwart abhandengekommen, also stellte sich Adam ins Tor. Ein ziemlich scharf geschossener Ball flog auf ihn zu, erstaunlich scharf für ein Spiel in der Kneipenliga, und er kam aus Nahdistanz. Adam riss den linken Arm hoch, das Geschoss traf ihn an der Hand, die er nicht ausreichend unter Spannung hielt, und die nach hinten wegknickte wie die Krone eines jungen Baums im Sturm. Das ist ein paar Wochen her und seitdem trägt Adam eine Platte im gebrochenen Handgelenk, die sich unter einer langen Narbe verbirgt. Das war’s erst mal für längere Zeit mit dem Fußball, jedenfalls auf dem Rasen.

Vollständiger Text/ cały tekst: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/portraet-die-polnische...
Veröffentlichung/ data publikacji: 07.06.2012