Maya Kristin Schönfelder

Es gibt kein Meer in Weißrussland

Es ist zwölf Uhr Mittags in Brest, Weißrussland, kurz hinter dem Lenin-Denkmal stadtauswärts beginnt der Stau. Dort wo die Häuser niedriger werden und die Bäume höher, steht plötzlich ein Schlagbaum. Dahinter befindet sich die Grenze zu Polen und damit zur Europäischen Union. "Brest liegt im Zentrum Europas", sagt Dmitri Devyatov, Chef der Presseabteilung der Brester Grenzkontrollorgane, es klingt fast trotzig. Er deutet auf die Autokolonne und sagt: "Wir sind das Tor zur Welt." Es ist ein Tor, durch das an diesem Tag viele hinaus wollen und nur wenige hinein.

Veröffenlichung/ data publikacji: 29.06.2011

Traschtschani: Warten vor den Toren Europas

24 Stunden in einem belarussischen Dorf nahe der schwer passierbaren Grenze zu Litauen: Die einen preisen die paradiesische Ruhe, andere sehen das Paradies jenseits des Zauns

Veröffenlichung/ data publikacji: 25.09.2010